Lehrveranstaltungen mit Studierenden erfordern von Lehrenden wirksame Gruppenleitung. Herausforderungen bestehen u.a. darin, unterschiedlich große Studierendengruppen schnell in eine gemeinsame produktive Arbeitsfähigkeit zu führen, mit Diversität und den daraus resultierenden Spannungen umzugehen, Möglichkeiten der Beteiligung zu organisieren, Regeln des Miteinanders und der Zusammenarbeit zu etablieren und auf Störungen zu reagieren, die die Arbeits- und Lernfähigkeit der Gruppe beeinträchtigen.
In diesem Workshop werden ausgewählte, grundlegende Begriffe, Konzepte und Modelle aus dem Wissensgebiet der Gruppendynamik thematisiert. Diese werden auf spezifische Aspekte der Gruppenleitung in Lehrveranstaltungen bezogen mit dem Ziel, die Handlungsmöglichkeiten in der Leitung von Gruppen zu reflektieren und zu vergrößern. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, konkrete Fragen und Anliegen aus ihrer Praxis anzusprechen bzw. zu besprechen.
LernzieleAm Ende des Workshops können die Teilnehmenden:
- Gruppenprozesse mit Hilfe des Modells der drei Steuerungsmodi in Gruppen reflektieren und die Vor- und Nachteile der drei Modi erklären.
- Lehrveranstaltungssituationen mit einem Gruppenprozessmodell analysieren und sinnvolle Interventionen der Gruppenleitung ableiten.
- ihre Wirksamkeit in der Führung von Lerngruppen mit Hilfe von empirisch relevanten Aspekten einschätzen.
- ihr Selbstverständnis sowie persönliche Stärken und Entwicklungsbereiche in der Rolle als Gruppenleitung beschreiben.
Methoden/Arbeitsformen
Die Workshops im Lehrqualifizierungsprogramm des DCAT sind lernendenzentriert und handlungsorientiert angelegt. Sie arbeiten mit abwechslungsreichen Sozialformen, Übungen, Gruppenarbeiten, Reflexion und Feedback; den Teilnehmenden wird so die Möglichkeit gegeben, das Gelernte direkt zu vertiefen und aktiv zu erproben.